Kampf am Kobelpass bei Götzis 1796
Sigmund Nachbauer tritt in die Geschichte ein
Kaum war in den ersten Augusttagen der Feind Bregenz genaht, so
hatten die Österreichischen Generäle den Rückzug über
den Arlberg beschlossen. Dumpfe Verzweiflung hatte sich des
preisgegebenen Landes bemächtigt.
Der Kreishauptmann Indermauer (Landeshauptmann Vorarlbergs) war
ebenso geflüchtet mit dem gesamten Geld und wurde wie vorgehend
erwähnt von aufgebrachten Bauern und Bürgern in Bludenz
gestellt, verhört, als Feigling und Landesverräter letzten
Endes in Rage und Wut erschlagen und ausgezogen auf die Straße
hinausgeworfen. Not und harter Opfer, aber auch des schönsten
Vaterländischen Heldentums, in welcher das Volk Vorarlbergs
wiederholt die edelsten und tatkräftigsten Beweise der
Tapferkeit, Heimat und Kaisertreue gab. Diese
ehrende Zeit riss auch Sigmund Nachbauer aus seinem ruhigen Daheim,
von der Schulstube und vom Pfluge und warf ihn erstmals mitten ins
kriegerische Getümmel.
Inzwischen hatten sich im Oberland die aufgelösten Abteilungen
wieder gesammelt. Das Bewusstsein eben bürdender Stärke und
drohender furchtbarer Vergewaltigungen der ohnehin schon erschöpften
Heimat trieb sie zu heldenhaftem Einsatz. Anderseits hatte „das
nähere kennen lernen dem vor nichts zurückschreckenden und
brutalen Verhalten der Franzosen als Besatzer und als Gegner im
Kampf, welche die Sympathie für dieses neue Franzosenreich; sehr
abgekühlt“ wie H.N. Loacker berichtet. Vergeblich
waren die Versuche der Franken im Oberland Fuß zu fassen.
Denn als bald raffte sich das Volk der oberen Gerichte aus der
Lethargie und ohnmächtiger Rache empor zu Mannhaft mutiger Tat.
Voran Matthäus Frick, der Greise achtundsechzigjährige
Waibl (Gerichtsdiener des Gerichtes Sulz, heute eigene Gemeinde mit
den Gemeinden Götzis, Fraxern, Klaus, Weiler (Sitz der heutigen
Scharfschützenkompanie), Viktorsberg, Röthis, und Muntlix,
Dafins, Batschuns (Alle drei heute Zwischenwasser).
Selbviert mit seinem Sohne Johann Georg (oberes Bild) besetzte er am
15. August 1796
den Kobel und sein Vertrauen auf Gott und des Volkes gerechte Sache
war so groß, dass er sagte: „Wenn
keiner mir beisteht, wage ich es allein, dem Feinde zu trotzen.“
Bald sammelten sich wieder kecke Schützen, Jäger auch
Wildeler der nächsten Dörfer. Dabei auch sein Chef,
Watzenegger Andreas der Landammann vom Gericht Sulz, in Weiler nächst
der Kirche im Gasthof zum Hirschen wohnend. Er war der Uhrgroßvater
unserer Vorderländer Dichterin Anna Hensler, der wir all die
Studien der Akten unserer Freiheitskämpfer und auch diese
Überlieferung verdanken. Auch die verschollene Vorderländer
Frauentracht habe ich durch ihre Erzählung entdeckt.
Das obere Bild zeigt den Sohn des Gerichtswaibls Frick, Johann Georg,
später Oberleutnant in der Milzkompanie Götzis unter
Hauptmann Johann Bauer, das ich von seinem fast hundertjährigen
Uhrenkel Rudolf Frick sel. aus Zwischenwasser den ich in der
Hauskrankenpflege betreute, bekommen hatte.
Vom steilen, wilden Felshang des Kobelpasses herab fielen sie die
Franken an und ihrer entschlossenen Haltung war es zu danken, dass
das kaiserliche Militär unter Gräffen am 14.
August bis Altenstadt wiederum vorrückte. Mit ihm vereint
drängten sie den Feind in mehreren Scharmützeln und
Kleinkämpfen bis in die Umgebung von Bregenz zurück.
Am 20. August in Vorarlberg, rückte
Gräffen wiederum zum Kobel vor. Die Montafoner unter Landammann
Batlogg schlossen sich ihnen an.
Nun schob sich General Gräffen bis Hohenems vor und gab den
Schützen in der Person des tüchtigen Infanteriehauptmannes
Graf von Leiningen einen eigenen strategischen Oberkommandanten.
Dieser ging nun mit einer Abteilung Schützen und Militär
längs des Gebirges nach Mühlebach vor, besetzte die Anhöhe
des Bürgle, errichtete eine Schanze und versah sie mit einer
Kanone, um von hier aus die Dorbirner Ache zu beherrschen.
Am 25. August hatte die Abteilung
Schützen und Militär an der Dornbirner Achbrücke mit
den Französischen Vorposten ein scharfes Gefecht, ganz nach dem
Geschmack der kampfhungrigen Schützen.
Am 26. August trafen sie abermals bei
Dornbirn mit einer Frankenabteilung zusammen und trieben diese vor
sich her. An beiden Tagen war der Montafoner Landammann Hauptmann
Batlogg so sehr im Vordertreffen, dass die Landstände ihm am
nächsten Tage von Feldkirch aus eine Estafette zukommen ließen,
wo sie schrieben, er möge sein Leben nicht ohne Notwendigkeit zu
sehr der Gefahr aussetzen.
Ein langes andauerndes und hitziges Gefecht fand am 29.
August wiederum bei Dornbirn statt. Der Feind rückte
nämlich in 3 stärkeren Abteilungen über Wolfurt, die
Landstraße und Lustenau vor und trafen dann bei Dornbirn auf
unsere Kämpfer. Die Montafoner Schützen hatten 3
Verwundete, Rankweil und Feldkirch je 1 Toten und mehrere Blessierte.
Am Schluss des Kampfes kehrten die Franzosen wieder an die Bregenzer
Achbrücke und nach Bregenz zurück. Unsrige hielten an der
Dornbirner Ache die Wacht und streiften mit Patrouillen zwischen
beiden Flussläufen.
Einige Französische Kommissäre deutscher Abkunft trafen
Anfang September ein und beriefen auf den 3.
September erneut einen Landtag, auf dem das Landesfürstliche
Eigentum als der Franzosenrepublik verfallen erklärt und die
Abgaben zweier Jahre in einer Summe verlangt wurden. Die
überforderten Stände suchten um Ermäßigung an
und gewannen Zeit. Das war der Erfolg der intelligenten, büggeligen
Verhandlerei, außer Spesen und diese weggeworfen, nichts
erreicht und nichts gewesen.
In der ersten Hälfte des September
machte der Montafoner Hauptmann Batlogg einen kühnen Streifzug
mit den besten Schützen seiner ersten Milizkompanie, (Vorgänger
seiner zukünftigen Scharfschützen als eigene Formation) und
50 Soldaten bis tief in den Bregenzerwald, um den abgeschnittenen
Bewohnern Mitteilung vom Stande der Dinge im Rheintale zu machen und
sie zum Losschlagen aufzufordern, sobald der Gegner oberhalb Bregenz
angegriffen würde.
AUF DEM KOBELPASS
mit Blick ins Frontgebiethinterland Gemeinde Götzis, mit Burg
Neumontfort am vorderen Hügel über den Figuren im hinteren
Horizont. Rechts das Tal und Außen der Hügel mit der
Neuburg. Die heutige Kapelle stünde ganz links über dem
Bilderrand unter dem gemalten Gelände an dem auf dem Bild von
der Burg am linken Bergzug parallel nach vor verlaufenden
sichtbaren Straßenzuges
Als der Feind am 16. September einen neuen
Vorstoß gegen das Oberland versuchte, kam es im Gelände
zwischen Lauterach und Dornbirn zu einem heftigen Treffen. „Das
knattern des Gewehrfeuers hallte schon Frühmorgens drohend durch
das Rheintal aufwärts und als der Bresner Schulmeister Josef
Sigmund Nachbauer dies hörte, nahm er nicht den Weg zum
Schulhause, sonder ergriff seinen Jagdkugelstutzen und eilte mit
seinem Pferd nach der Wallstätte“. Tapfer nahm er
an diesem wie auch an den Gefechten folgender Tage teil, wagte sich
stets in die vordersten Reihen, hielt lange mit nur vier Mann einen
wichtigen Bergposten bei Hörbranz und gesellte sich zur
freiwilligen Feldkircher Kompanie wo auch Vorderländer und
Rankler kämpften. Doch waren die Streitkräfte der Unserigen
zu schwach um ein wirksames Vorgehen gegen die Franzosen zu sichern
und der Österreichische General Gräffen weigerte sich aus
einer durch die Ermordung des Kreishauptmannes Indermauer
hervorgerufenen Scheu vor allgemeiner Volksbewaffnung trotz
wiederholter Bitten hartnäckig, die Hilfe des Landsturms
anzunehmen – dieser ungeschulten reglosen Masse, wo 70 jährige
Greise und 12 jährige Knaben kämpften wo Sense und
Dreschschlägel, Säbel und Waffe ersetzen müssen und
die dennoch dem kriegsgeübten Heere fürchterlich wird durch
die unwiderstehliche Glut welch die Streiter beseelt. Denn wenn die
Sturmglocke ins Feld gerufen, der weiß, dass die äußerste
Not ihn zwingt, dass er ringt und vielleicht für das, was seinem
Herzen das Nächste, Heiligste und Teuerste ist, die Freiheit der
kleinen Scholle, auf der seine Hütte steht, für Heimat und
Herdstatt fällt.
Da war es Sigmund Nachbauer, der spätere Rebell von 1809, dem es
durch “bescheidene und kluge
Vorstellungen“ endlich gelang, vom Generale die
Bewilligung das Landsturmaufgebot zu erwirken. (Zeugnis des
Ortsgerichtes Rankweil) Der Jubel darüber war groß.
Reitende Boten brachten die Nachricht ins Kampflustige “mehr
Räteromanische als Allemannische“ Oberland. Alles
ergriff die Wehre. In Götzis war wenige Stunden später kein
waffenfähiger Mann mehr zu sehen und die Rankweiler zogen von
ihrem Messner begleitet, worauf ihr Heiligtum, das wundertätige
silberne Kreuz vom Rankler Frauenberg (heute noch am Liebfrauenberg -
Basilika Rankweil zu besichtigen) wie in Prozession zu Streit voran
getragen wurde. Durch das ganze Rheintal hallte das Sturmgeläute,
dröhnten die Kreyschüsse und loderten die Bergfeuer. In
fürchterlicher Masse, zehn bis zwölftausend Mann wälzte
sich der Landsturm gegen den Bodensee. (Wie zu Asterix Zeiten)
Der weitere Verlauf war dann ein Angriff Gräffens bei Fußach,
Wolfurt und rückte nun in der Mitte mit seinem Zentrum über
die Landstraße nach Lauterach, mit sinnloser Beschießung
dieses Ortes. Dort gab es dadurch einen Großbrand, dem sieben
Häuser und einige Ställe zum Opfer fielen und ein
Sachschaden von 44.522 Gulden entstand (Dafür aber die Idee der
Feuerversicherung mächtigen Auftrieb erfuhr. Hm, hm).
Der linke Flügel, bei dem die Bludenzer Schützen unter
ihrem Hauptmann Riedmiller sich befanden, ging über Höchst
und Fußach und trieben die Feinde gegen Hard zurück.
Der rechte Flügel, dem sich die Feldkircher, Sulner,
Rankweiler und Montafoner Schützen anschlossen, drang längs
des Gebirges gegen Wolfurt vor. Batlogg war wieder freiwillig unter
den Vordersten und half den Soldaten Wolfurt, Rickenbach und Achmühle
zu stürmen.
Auch Lehrer Nachbauer von Brederis zeichnete sich bei diesem Gefechte
durch besondere Tapferkeit aus.
Weil aber die Franzosen bei Kennelbach die Ache überschritten
und so unserem vorrückenden rechten Flügel in die Flanke
fielen, auch dessen Kommandant Graf von Leiningen schwer verwundet
wurde, war dieser Flügel zum Rückzug genötigt, der
aber unter Hauptmann Batloggs Leitung in vollster Umsicht und Ordnung
vor sich ging.
Nach dem Gefechte, in welchem auch Hauptmann Bernhard Riedmiller
etwas abbekam und auch Hauptmann Dr. Jackob Moosbrugger von der
Bludenzer Milizkompanie, die Rankweiler 2 Tote und 4 Verwundete
hatten, waren die Stellungen des Generals Gräffen mit den
Vorarlbergern, wie vorher.
Am 17. September Vormittag, lieferte
Erzherzog Karl General Moreau an der Linie Nördlingen -
Dillingen eine 17 Stunden mörderische Schlacht am Fluss der Lahn
, wobei die Franken nur mit Mühe sich behaupten konnten. Dann
setzte Karl aufs rechte Donauufer, verbrannte die Brücke und
stellte den Großteil des Heeres hinter dem Lech auf.
Mit dem kleineren Teil seines Heeres ging Karle bei Ingoldstadt
wider aufs linke Donauufer zurück um sich im
Überraschungsangriff unerwartet auf die von Würzburg her
kommende Armee von Jourdan zu werfen. 40.000 Österreicher gegen
60.000 Franzosen trieb Österreich, die Feinde von Amberg nach
Würzburg zurück. Dort erlitt Jourdan eine schwere
Niederlage, eine weitere am Nachmittag
am Fluss der Lahn und so drängte er die Franzosen nach Köln.
Schon am 18. September früh
verließen die Franzosen, durch General Fröhlich von
Immenstadt her gegen Wasserburg und Langenargen, unter Druck gesetzt
und durch das Zangenprinzip und zwei Fronten, erschreckt vom
Glockengeläute des Alarms sowie der Masse des Landsturms,
Bregenz.
Als die Franzosen die gewaltigen Haufen der Kämpfer sahen, kam
hier unter General Pillard die allgemeine Rückwärtsbewegung
zur Geltung, zusammen mit dem übrigen Heer von General Moreau,
dieser unter harten Gefechten über Ulm, Biberach, Rottweil und
Freiburg, an den Rhein.
Aber schon am 19. September
griffen die Franken die sorglose Mannschaft der Landesverteidiger
doch noch einmal über die Leiblach an.
Ein ungemein heftiger Kampf entspann sich auf der Ebene bei Hörbranz
und Lochau bis zur Pfänderhöhe. Sie überflügelten
diese Höhe und schnitten dort die Scharfschützen der
Feldkircher (zu dieser Zeit noch mit den Gerichten Rankweil, Müsinen-
Sulz, Neuburg- Koblach) ab und zwangen sie zur Flucht in den
Vorderwald.
Vom Militär zeichneten sich besonders die Rittmeister Covach,
der eine tödliche Wunde erhielt und Loy, Oberleutnant Lonschar
und Hauptmann Piret aus.
SCHÜTZENHAUPTMANN ELLENSOHN AUF DEM PFERD BEIM KOBELKAMPF
Das hintere Gebäude ist das Bürgle, nicht die Kapelle. Diese
wäre direkt hinter dem auf dem Pferd kommandierenden
Ellensohn, am Ende des Bergrückens.
Dann besetzten die Franken Bregenz auf das neue, aber nur die Stadt,
verließen es aber am 21. September
endgültig wegen der Niederlage im Allgäu. Vorarlberg war
vom Feinde befreit! „Nun
fordert Josef Siegmund Nachbauer die Bitte an die Stände um die
Loslösung der Rankweiler, Sulner und Neuburger Scharfschützen
aus der zu schwerfälligen Feldkircher Scharfschützenkompanie.
Bald darauf wurde dem Ansuchen statt gegeben. So entstanden die
Scharfschützenkompanien von Rankweil 1797 unter dem Kommandanten
Hauptmann Johann Georg Bauer mit Fähnrich Georg Tschannet und
von Sulz 1798 unter dem Kommando von Hauptmann Landammann Andrä
Watzenegger mit Fähnrich Schneider einem Rankweiler aus Klaus
incl. den besten Schützen aus Koblach – Neuburg dessen
Gericht die Aufstellung einer eigenen Scharfschützenkompanie
leider nicht erlaubt wurde“.
(Koblach – Neuburg hätte gerne als eigenes Gericht damals
eine Scharfschützenkompanie errichtet, was aber durch die
Stände stets verwehrt wurde. Gerne würde dies heute den
Koblachern auf Grund früherer Leistungen ermöglicht,
sollten sie traditionelles Interesse bekunden da Historisch dieses
Ansuchen überliefert ist und heute noch besteht.)
Bregenz wurde nun von General Gräffen besetzt, dem nun die
Landwehr des ganzen Landes zuzog, die auch das Ufer des Sees von
Gaissau bis zur Leiblach besetzte, bei Lochau eine Schanze vom Berg
bis zum See aufwarf sowie die Grenze des befreiten Landes bis gegen
Isny sicherte. Sie boten in der Nacht mit ihren Feuern auf viele
Stunden ein überaus eindruckvolles Schauspiel, das die Wehrkraft
des Landes sichtbar machte. Am 29. September
wurde der Landsturm nach Hause entlassen, die Milizausschüsse so
wie auch die Scharfschützenkompanien machten unter Gräffen
Streifzüge bis Lindau, Wasserburg und Langenargen gegen die
abziehenden Franzosen oder hatten Wachdienst an den Grenzen am
Bodensee und Rhein. Das dauerte bis zur Entlassung am 10.
Oktober und zum Abzug des Militärs.
In einem Hochgefühl über ihre großteils selbst
errungene Befreiung, das Ergebnis patriotischen Einsatzes für
das Land bis zum letzten Mann kehrten die Vorarlberger nach Hause
zurück, zu Frau und Kind, zu Hof und Herd. Trotz aller Opfer vom
eigenen Militär oft grob zurückgesetzt und manchmal von
oben herab verachtet und eifersüchtig, hatten sie sich beim
Feind weit mehr Achtung erkämpft als so mancher Berufssoldat.
17.Oktober Friede zu Campo Formio
zwischen Frankreich und Österreich nach dessen Österreichischer
Niederlage im Italienfeldzug.
DIE KAPELLE UNTERM KOBELPASS
An der Bundesstraße steht die Kobelkapelle heute am nördlichen
Ortseingang von Götzis. Sie wurde zum Gedenken an Kriege der
Vorarlberger gegen Franzosen und Württembergische Bayern 1797
erbaut. Der Kampflärm am Kobel dürfte wohl kaum so laut
gewesen sein als der heutige Lärm der Fahrzeuge. Die
Kobel-Kapelle wird auf einer Tafel im Innern des kleinen
Gotteshauses als "Denkmal der Heimattreue und Liebe"
bezeichnet. In schwere Bedrängnis gerieten an diesem Ort einst
die Oberländer zur Zeit der Franzosen kriege, konnten diese
aber zweimal 1796 bei Götzis zur Umkehr zwingen. Auch ein
Russisches Heer und im 18. Jhdt. wieder die Franken lagerten
am Kobel. Vorarlberg wurde schließlich besetzt, kam aber 1801
wieder zu Österreich. 1809 wurden die Bayern und Württemberger
mit den Franzmännern vertrieben und die Kapelle soll eine
bleibende Erinnerung an wirre und heldenhafte Zeiten sein.
KOBELKAPELLE
Franzos, Württemberger, Bajowar!
Hier und jetzt, stehe still, da ist dein letztes Ziel, hier
setzt der Schütze Mut dir Schranken, sehr rühmlich wird die
Nachwelt danken (Schön wäre es, zwar selten aber doch ab und
zu). So war es viele Jahre üblich einmal im Jahr von da nach
Rankweil als Bitt und Dankprozession zu wallfahrten.
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